Area 51

Area 51

Für Verschwörungstheoretiker ist die Area 51, ein Millitärsperrgebiet in den USA, schon immer eine Quelle der Inspiration gewesen. Zahlreiche Theorien gibt es, die von den meisten Menschen jedoch als blanker Unfug abgetan werden. Doch genau diese Theorien nahmen sich die Entwickler von Midway zur Grundlage für einen geradlinigen, aber dennoch spannenden Shooter.

Area 51: Solide Shooter-Kost in beliebter Science-Fiction Umgebung

Die Story

Die U.S Army erhält einen Notruf von der Forschungseinrichtung im Millitärsperrgebiet Area 51, dort ist nämlich ein tödlicher Virus ausgebrochen, der die Wissenschaftler in der Einrichtung zu gefährlichen Kreaturen mutieren lässt. Außerdem scheinen auch die Gerüchte um Aliens in der Forschungseinrichtung zu stimmen, denn ebendiese sind aus ihren Forschungstanks ausgebrochen.

Die U.S Army schickt natürlich sofort eine Elite-Einheit, um die unter Quarantäne stehende Einrichtung zu säubern. Unter der Führung von Ethan Cole, unserem Ego, macht sich die Einheit auf den Weg zur Area 51. Doch schon nach kurzer Zeit sind wir wieder auf uns allein gestellt, denn unsere Kollegen wurden bereits von Aliens getötet. Unsere einzige Option lautet daher, uns durch die Einrichtung wieder zurück in die Freiheit zu ballern.

Das Gameplay

Ganz im Stile von Doom3 und anderen Ego-Shootern des Genres, laufen wir durch enge und spärlich ausgeleuchtete Korridore. Das Leveldesign und die Texturen erinnert sehr stark an die Ego-Shooter Doom3 und Quake4 , doch die Entwickler haben sich einige nette Sachen einfallen lassen, damit die Levels nicht genauso geradlinig und teilweise langweilig werden wie bei Doom3.

So gibt es viele humorvolle Andeutungen auf Verschwörungstheorien um Area 51. Gegen Ende des ersten Levels finden wir uns zum Beispiel in einem großen Raum wieder. Es ist die Filmkulisse, wie sie bei der Mondlandung angeblich benutzt worden ist! Wir hören immer wieder authentische Funksprüche und müssen ein bisschen schmunzeln, was den Entwicklern alles eingefallen ist.

Um uns unseren Weg nach draußen zu ballern, geben uns die Entwickler neben  den üblichen menschlichen Schießeisen  –Maschinengewehr, Sniper, Pistole, Shotgun, Granate–  auch die Möglichkeit, mit Waffen der Aliens zu schießen. Und die haben es in sich: So reichen nur wenige Schuss dieser Waffen, um die Gegner mit einer immensen Kraft vom Boden zur reißen und niedermetzeln. Auch eine coole Idee: Nachdem unser Ego, Ethan, sich mit dem Alien-Virus infiziert hat, kann er zeitweise selbst zu einem Alien werden. Diese verfügt über einen nützlichen Thermo-Shild, hat allerdings den Nachteil, dass  wir nur mit den Fäusten kämpfen können.

Die Gegner, die uns haufenweise begegnen, glänzen leider nicht gerade durch eine ausgeklügelte K.I, weshalb es nicht besonders schwer ist, die Level schnell zu säubern und die Schlüssel für die nächste Tür zu finden. Einzig eine besondere Art der Aliens, die sich unsichtbar machen können, sind nicht ganz so einfach zu erledigen, weil diese uns oft von weitem unter Beschuss nehmen, und wir nur raten können, von wo genau die Schüsse kommen. Desweiteren gibt es auch hartnäckigere Gegner, die schwer bewaffnet sind, und auch glänzend Schießen können. Hier kommt auch eine Prise Taktik ins Spiel. Wir müssen uns hinter Kisten und Wänden in Deckung gehen, und uns langsam vorwärts bewegen, sodass das Spielen zum Glück nicht nur in stumpfsinnige Ballerei ausartet.

Die Grafik macht eindeutig was her, kann sich allerdings nicht durch besondere Effekte oder besonders schöne Texturen hervorheben. Das Gegnerdesign ist meiner Meinung nach etwas lieblos gemacht, hier wären noch detailliertere Figuren wünschenswert gewesen. Immerhin gibt es jedoch unterschiedliche Szenarien, wodurch sich das verschmerzen lässt.

Ein großes Lob gibt es für die Sounds und die dadurch entstehende Atmosphäre. Vor allem die Sequenzen zwischen den Levels und das Intro sind sehr schön gemacht. Funksprüche und die Stimmen der Figuren klingen authentisch und wirken keinesfalls lieblos. Durch gute Soundeffekte kommen im Spiel zwar selten, aber immerhin einige Schreckenssekunden auf. Nicht so gut hingegen ist die deutsche Synchronisierung. Hier empfiehlt es sich, auf Englisch zu spielen.

Fazit:

Trotz einiger Schwächen, vor allem im Bereich der künstlichen Intelligenz, ist den Entwicklern ein durchaus gutes Spiel gelungen. Es macht Spaß, sich die durch die Levels zu ballern, um dann als Belohnung über witzige Andeutungen auf gängige Verschwörungstheorien schmunzeln zu dürfen. Bis auf Grafikfetischisten kann Area 51 jedem humorvollen Spieler als leichte Kost für zwischendurch ans Herz gelegt werden. Es sollte aber klar sein, dass Area 51 sich nicht mit den großen Vertretern des Genres messen kann, doch das braucht es aber auch gar nicht. Das Spiel hat seinen eigenen Humor, weshalb man über kleine Mängel gerne hinwegsehen kann.

Download: Durch Lizenzänderung kann der Download leider nicht mehr zur Verfügung gestellt werden.


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