Warzone 2100

Warzone 2100: Erfrischend andere Echtzeitstrategie vom Feinsten.

Warzone 2100 ist mittlerweilen als Open Source Game frei verfügbar. Es gilt in typischer Echtzeit-Strategie eine Basis aufzubauen und den Gegner zu schlagen. Sogar eigene Einheiten lassen sich im Spiel zusammbauen und individuell ausrüsten. Das Spiel lässt sich in vollen 360 Grad drehen und spielen.

Wir schreiben das Jahr 2100, 15 Jahre nach der atomaren Katastrophe, die unsere bekannte Welt vernichtete. Die Ursache dieser Vernichtung wird in einem Fehler des Abwehrsystems der NASDA (North American Strategic Defence Agency) vermutet, in dessen nuklearen Sturm verglühten Städte, Staaten und der Großteil der Menschheit. Die Überlebenden kämpfen um die Artefakte, die der Katastrophe trotzen konnten, die letzten Überreste des technologischen Wissens der Menschheit.Es ist das Jahr 2100. Es vergingen 15 Jahren nach der atomaren Katastrophe, die unsere bekannte Welt vernichtete. Deren Ursache wird in eine Fehler des Abwehrsystems der NASDA (North American Strategic Defence Agency ) vermutet. Im Nuklearen Sturm verglühten Städte, Staaten und der Großteil der Menschheit. Die Überlebenden, sie kämpfen um die Artefakte die der Katastrophe trotzen konnten. Die letzten Überreste über das technologische Wissen der Menschheit.

In Warzone 2100 übernehmen sie die Rolle eines Commanders über eine Gruppe, die sich als „Projekt“ bezeichnet. Diese sind Überlebende, deren  Hauptsitz in einer ehemaligen verlassenen Militärbasis in den Rocky Mountains liegt. Von dort aus suchen sie nun Technologien zum Wiederaufbau der Welt. Doch diese werden von anderen ebenfalls beansprucht und somit beginnen die erbitterten Echtzeit-Schlachten, die Strategiefans auf ihre Kosten kommen lässt. Warzone 2100 wurde ursprünglich von Eidos Interactive entwickelt und 1999 veröffentlicht, wobei 2005 der Quellcode zur Freude vieler freigegeben wurde und einige Entwickler damit begannen das Spiel als Opensource Programm anzupassen.

Etwas verstaubt aber immer noch Original

Die Optik ist anders als die Musikausgabe aus heutiger Sicht veraltet. Die Gebäude- und Einheitentexturen sind nicht aufwendig gestaltet und die Effekte und Explosionen sind unspektakulär. Die Landschaften sind eher kahl und leblos wobei die Sequenzen nicht so scharf sind wie bei aktuelleren Spielen dieser Art. Doch das Spiel ist ein Original geblieben. Die freiwilligen Entwickler bemühten sich mit Erfolg, nach der Freigabe des Quellcodes, die originalen Musikstücke und Sequenzen von Eidos Interaktiv zu erhalten und in das Spiel zu integrieren. Bereits beim ersten Spiel ein Retrofeeling ein, aus der Zeit der ersten Strategie Spiele in 3D.

Ich bin ein Commander und kein Bergarbeiter oder Maurer!

Der Bau einer Basis und die Rohstoffgewinnung sind im Spiel vorhanden, aber nehmen eine untergeordnete Stellung ein. Ganz klar der Kern des Spieles und der strategischen Möglichkeit sind die Einheiten. Über ein Menü können die Einheiten in einem Baukastensystem erstellt werden und je nach Belieben können schnelle Raketen Buggy, stabile Flammen oder Laser Panzer erschaffen werden .Viele Kombinationen sind möglich und mindestens genauso viele Verbesserungen der Technologien sind vorhanden. So wird nach und nach ein ganz persönlicher Einheitenmix erstellt. wodurch die strategischen Möglichkeiten immens sind Doch bevor man diese Einheiten erstellen kann, müssen diese erforscht werden. Der Forschungsbaum ist ziemlich groß und vielseitig, allein durch die Masse der erforschbaren Technologien ist es unablässig sich zu spezialisieren.

Wenn das Spiel machen würde was ich will, hätte ich es gepackt!

So oder ähnlich, denkt man des Öfteren bei einigen Games. Aber nicht bei Warzone 2100. Die Sicht der Kamera ist irrebeweglich. Drehen, zoomen und neigen der Ansicht sind kein Problem und ermöglichen immer einen guten Blick auf das Schlachtfeld. Auch dann, wenn große Armeen aufeinanderprallen. Die Menüs sind einfach gehalten

und leicht verständlich. Selbst die Steuerung der Einehiten ist herrlich unkompliziert. Ein Klick und die Armee rollt los. Mit einem Rechtsklick auf  die  markierten Einheiten sind zusätzliche Einstellungen, zum Beispiel passives oder aggressives Verhalten der Einheit möglich. Sogar der automatische Rückzug zur Basis bei schweren Schäden lässt sich mit wenigen Handgriffen aktivieren. Eine Funktion die man früh zu schätzen lernt. Denn erfahrene Veteranen,die stärker und stabiler sindals frisch produzierte Einheiten , verliert man ungern. Die (komisches Wort) der Einheiten ist ebenfalls gut gelungen, selten bleiben sie hängen oder versperren sich gegenseitig den Weg. Lediglich die selbst erstellten Einheiten werden mit der Zeit unübersichtlich und bei den Technologien wäre ein integrierter Technikbaum für die Übersicht praktisch. Im Groben und Ganzen ist das Steuern und Verwalten der eigenen Armee simpel und wird innerhalb kurzer Zeit zur Routine.

Es gibt immer etwas zu tun.

Der Umfang kann sich sehen lassen. Eine Kampagne mit drei Abschnitten, in der einzelne zusammenhängende Missionen absolviert werdenkönnen. Manchmal erweitert sich die Karte, inklusive Feinde, oder über einen Transporter wird ein selbst gewählter Einsatztrupp in neue Gebiete eingeflogen. Es ist sogar möglich Verstärkungen aus der eigenen Basis zu ordern, solange diese auch in der Basis existieren (Nachproduktion ist möglich). Deshalb gilt in der Kampagne: Wer Siegreich sein will, muss sich gut vorbereiten. Dies ist aber nicht unbegrenzt möglich, denn die Zeit drängt. Manche Missionen sind automatisch verloren, sobald die Zeit dafür abläuft. Die Missionen sind dabei ähnlich aber dennoch irgendwie anders und fordern das strategische Können des Spielers heraus.


Mit im Umfang von Warzone 2100 ist ein (was ist das für ein Wort) Bereich in denen Schlachten gegen eine KI Gegner ausgetragen werden können. Auch mit menschlichen Rivalen kann man sich über Lan oder Internet messen. Dies bietet weitere Stunden Spielspaß. Vor den Gefechten können mehrere Einstellungen vorgenommen werden, wie zum Beispiel das Festlegen von Startbedingungen, die Beschränkung der herstellbaren Gebäude oder deren mögliche maximale Anzahl. Bei Gefechten gegen den Computer kann der Schwierigkeitsgrad bequem eingestellt werden. Jedoch ist selbst auf niedrigster Stufe der KI, dieser nicht einfach zu schlagen. Die Auswahl der Karten auf denen sich bis zu acht Spieler austoben können ist recht einfach. Eine große Vielfalt existiert hier nicht, es hätten hier schon mehr sein dürfen. Hierfür kann man aber Abhilfe schaffen, im WWW stehen auf einigen Seiten neue Maps zum download bereit.

Fazit

Zugegeben die Optik Warzone 2100 ist nicht mehr „up to date“. Doch der Spielspaß hat über die Zeit nicht gelitten. Gute Spiele sind es Wert, dass man sie auch nach Jahren noch immer spielt. Besonders wenn diese einen ganz eigenen Stil besitzen. Warzone 2100 bietet eine große strategische Vielfalt ohne komplexe Menüs und ausgiebiges managen von einzelnen Einheitenfähigkeiten. Der strategische Schwerpunkt ist schlau in Forschung und Einheiten gelegt und sorgt für actionreiche Schlachten ohne ständig gleichen Aufbau von Basen oder andauernden Kämpfe um Ressourcen. Insgesamt ist die Spielmechanik erfrischend anders als bei herkömmlichen Echtzeitstrategiespielen. Allerdings ist eine längere Einarbeitungszeit, wegen der Masse an Technologien und deren Kombinationen nötig, es braucht eine Weile bis man die strategischen Möglichkeiten nutzen kann, die dieses Spiel bietet. Im ganzen betrachtet ist Warzone 2100 ein großartiges Echtzeitstrategie Spiel, dass über die Jahre immer noch weiß zu überzeugen und Strategiefans mehr als zufrieden stellt.

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